Neues Quartier DAS RAIQA kurz vor Vollbetrieb

Das neue Quartier DAS RAIQA geht schrittweise in den Vollbetrieb. DAS RAIQA verbindet auf rund 23.000 m2 Nutzfläche Handel, Gastronomie, Hotellerie, Kultur, Dienstleistungen und Bank in Innsbruck und fungiert zugleich als direkte Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt. Mit der Eröffnung des Radisson RED Hotels ist am Montag ein weiteres zentrales Element des Quartiers in Betrieb gegangen.

DATA: 13.05.2026
CLIENTE: RAIQA
DATA: 13.05.2026
CLIENTE: RAIQA

Vor zehn Jahren wurde mit der Erstellung des Raumbuchs der erste Meilenstein für die Realisierung des neuen Quartiers DAS RAIQA gesetzt. Heute steht es kurz vor dem Vollbetrieb. „DAS RAIQA ist Aufenthaltsort und Passage zugleich und damit ein hybrider Ort – ein Ort, der verbindet. Genau das war die bewusste Entscheidung, die wir als Raiffeisen-Landesbank Tirol getroffen haben“, erklärt Thomas Wass, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen-Landesbank Tirol.

Offenes Quartier mit vielfältigen Nutzungen

Von Hotel und Bank über Gastronomie, Handel und Kultur bis hin zu öffentlich zugänglichen Aufenthaltsflächen wie etwa dem rund 1.700 m2 großen überdachten Vorplatz vereint DAS RAIQA verschiedene Nutzungen. „Genau diese Mischung macht das Quartier aus: Es ist kein einzelnes Gebäude mit einer Hauptfunktion, sondern ein Ort für verschiedene Lebens- und Arbeitsbereiche mit einer Brückenfunktion zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt“, so Wass. „Die Raiffeisen-Landesbank Tirol ist Teil dieses Ganzen, aber nicht dessen Mittelpunkt. Wir verstehen uns als Gastgeber in einem offenen Quartier.“

Die ersten Bereiche des Quartiers wurden bereits im April mit der Passage und den ersten Geschäften eröffnet. Ende April folgte mit dem „loft9“ ein Rooftop-Lokal mit urbaner Küche und 360-Grad-Blick über Innsbruck. In den vergangenen Wochen eröffneten darüber hinaus das FRIEDA Qultbistro, die Kunstbrücke sowie die neue RAIQA-Bankstelle. Im Juni folgt die Eröffnung von „Le Burger“. Bei der Auswahl der Shop- und Gastronomiepartner wurde bewusst auf einen Mix mit den Schwerpunkten Genuss, Handwerk und Gesundheit gesetzt.

Auch kulturell wird das Quartier künftig bespielt – unter anderem mit dem von Autor Bernhard Aichner und Verleger Markus Hatzer kuratierten Programm im Krimibistro sowie Ausstellungen in der Kunstbrücke. Am 27. Juni findet am RAIQA-Areal das Familienfest der Tiroler Raiffeisenbanken statt, zu dem die Bevölkerung eingeladen ist. Besonders freut Wass die künftige Nutzung des für Start-ups und neue Konzepte geschaffenen Pop-up-Stores: „Ab September wird dort die erste Verkaufsstelle des k.u.k. Hofzuckerbäckers Zauner außerhalb von Bad Ischl eröffnet.“

Architektur und Transformation

Entworfen wurde DAS RAIQA vom Architekturbüro Pichler & Traupmann Architekten. Im Mittelpunkt des Konzepts stand von Beginn an die Öffnung des Areals und die Verbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt. „Uns waren die Beziehung zum Bozner Platz und ein möglichst großzügiger Durchgang zum Hauptbahnhof besonders wichtig“, erklärt Architekt Christoph Pichler. „Wo früher Nutzungen untergebracht waren, entstand mit dem Atrium ein großer offener Raum, um den sich heute die unterschiedlichen Funktionen gruppieren.“

Charakteristisch für das Gebäude sind das weit über den neuen Raiffeisenplatz ragende dritte Obergeschoss, das somit geschützte öffentliche Aufenthaltsflächen schafft, sowie der markant auskragende „Hammerkopf“. Hier befinden sich 16 Zimmer des Radisson RED Hotels, fast schwebend über der Stadt. „Das RAIQA steht für Transformation – für die Idee, dass man aus einem bestehenden Volumen etwas Neues schaffen kann, ohne es einfach zu ersetzen. Architektur soll hier nicht nur Gebäude formen, sondern Stadt, Bewegung und Begegnung ermöglichen“, so Pichler weiter.

Nachhaltigkeit als konstruktiver Ausgangspunkt

Neben der architektonischen Offenheit spielte Nachhaltigkeit in Planung, Bau und Betrieb eine zentrale Rolle. Wesentliche Teile der bestehenden Tragstruktur wurden erhalten und mit nachhaltigen Bau- und Energiekonzepten ergänzt. Ein Beispiel dafür ist der Holzbau des Hotels ab dem vierten Obergeschoss. „Nachhaltigkeit ist im RAIQA kein Zusatz, sondern konstruktiver Ausgangspunkt“, betont Christof Splechtna, Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Tirol. „Durch den Erhalt wesentlicher Teile der Bestandsstruktur konnten Ressourcenverbrauch und CO₂-Emissionen deutlich reduziert werden.“

Darüber hinaus wurde ein Energiekonzept auf Basis von Grundwassernutzung und Photovoltaik integriert. Zudem wurden im Zuge des Umbaus zahlreiche Materialien und Rohstoffe aus dem Bestandsgebäude weiterverwendet. Bereits in der Planungsphase wurde DAS RAIQA mit der klimaaktiv Planungsdeklaration in Gold ausgezeichnet. „Die Auszeichnung ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und bestätigt unseren Anspruch, bei Bauprojekten höchste ökologische Standards einzuhalten“, so Splechtna. „Gleichzeitig ist das RAIQA für uns ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur CO₂-Neutralität bis 2035.“

Internationales Hotelkonzept und neue Arbeitswelten

Eine Besonderheit des Quartiers ist das neu eröffnete Radisson RED Hotel mit 161 Zimmern in Holzbauweise, das als erstes Haus der internationalen Marke in Tirol eröffnet wurde.

Mit der schrittweisen Übersiedlung der Mitarbeiter:innen der Raiffeisen-Landesbank Tirol füllte sich DAS RAIQA in den vergangenen Wochen zunehmend mit Leben. Moderne Arbeitswelten, Beratungsräume, eine betriebliche Kinderkrippe sowie öffentlich zugängliche Aufenthaltsbereiche ergänzen das Angebot des Quartiers. Insgesamt werden künftig mehr als 500 Mitarbeiter:innen inklusive Raiffeisen-Tochterunternehmen am Standort tätig sein. „Mit dem RAIQA wollten wir auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein hochqualitatives Arbeitsumfeld bieten“, so Kinast. „Gleichzeitig schaffen wir einen Ort, der weit über klassische Büroflächen hinausgeht.“

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