1. Innovationstag in Bruneck

Am vergangenen Wochenende fand in Bruneck erstmals ein Innovationstag für Industrie und Handwerk statt. Etliche Unternehmen, Branchenvertreter und Interessierte waren der Einladung des Südtiroler Traditionsunternehmens Grohe gefolgt. Auf dem Programm standen u.a. Fachvorträge zu neuesten Entwicklungen in den Bereichen additive Fertigung (3D-Druck) und Digitalisierung.

DATA: 23.09.2019
CLIENTE: GROHE
DATA: 23.09.2019
CLIENTE: GROHE

In mehreren Impulsvorträgen ging es insbesondere um die fortschreitende Digitalisierung über sämtliche Branchen hinweg und die additive Fertigung (3D-Druck) mit den sich bietenden Möglichkeiten für Unternehmen.

„3D-Druck ist keine neue Erfindung, sondern existiert bereits seit Mitte der 1980er-Jahre – jedoch hat sich die Technologie in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, womit auch die Kosten pro Druckauftrag sukzessive geringer werden. Zwischen 2014 und 2020 verzeichnet 3D-Druck ein wirtschaftliches Wachstum von rund 400%“, erörterte Gerd Peintner, Experte der Firma Grohe. „Anwendungsgebiete sind heute etwa die Medizin oder der Automotive-Bereich, Industriebetriebe nutzen die additive Fertigung z.B. für die Produktion spezieller, filigraner Gerätebauteile. Damit ergeben sich erhebliche Optimierungschancen.“

Innovative Online-Plattform für 3D-Druck in Südtirol

„Wir bieten mittlerweile einen eigenen Druckservice für die additive Fertigung an“, erklärte Gastgeber Karl Grohe. „Auf unserer Online-Plattform ‚RAPID 3D‘, die wir gemeinsam mit Partnern entwickelt haben und die nun nach langer Vorbereitungszeit zur Verfügung steht, können Kunden ihr 3D-Modell einfach als Datei hochladen. Die Plattform analysiert anschließend die Druckfähigkeit und gibt an, welches Material für das Endprodukt verwendet werden kann.“

Kleinserien, Ersatzteile oder Prototypen können damit nicht nur aus Kunststoff, sondern etwa auch aus Aluminium, Stahl und Kupfer gedruckt werden. Darüber hinaus werden dem Kunden verschiedene Optionen in puncto Lieferanten und Herstellungspreis angezeigt. „Somit trägt diese innovative Online-Plattform wesentlich zur Bestelloptimierung bei. Sie dient Unternehmen als Universal-Ansprechpartner in Sachen additive Fertigung“, so Grohe weiter. „Mittels hochwertiger 3D-Drucker lassen sich inzwischen viele neue, komplexe Produkte herstellen, die mit herkömmlichen Verfahren nicht realisierbar sind.“

Maßgeschneiderte Produkte

Die Plattform eröffnet den Kunden neben der Druck- und Machbarkeitsanalyse noch einige zusätzliche Vorteile, wie etwa die schnellere und effizientere Produktion und folglich eine Kosteneinsparung. Angesprochen werden sollen damit auch Produzenten von Nischenprodukten. Bereits beschädigte oder nicht mehr erhältliche Teile können direkt bei Grohe eingescannt, digitalisiert und nachproduziert werden.

„Die fortschreitende Digitalisierung bedeutet für Unternehmen aus Industrie und Handwerk, offen für ein anderes Denken zu sein und über den Tellerrand zu blicken“, so Karl Grohe. „Die additive Fertigungsmethode eröffnet Betrieben neue Möglichkeiten, gemeinsam mit Kunden innovative Wege zu gehen und bislang noch nicht Dagewesenes aus verschiedensten Werkstoffen zu schaffen.“

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