Hoch- und Gletschertouren im Sommer: Vorbereitung und Vorsicht sind unerlässlich

Sommer- und Ferienzeit lockt viele Menschen in hochalpines Gelände. Gefahren müssen richtig eingeschätzt, Touren gründlich geplant werden, appelliert der Tiroler Bergsportführerverband TBSFV.

DATUM: 14.07.2023
KUNDE: Tiroler Bergsportführerverband
DATUM: 14.07.2023
KUNDE: Tiroler Bergsportführerverband

Hoch- und Gletschertouren üben auf viele Alpinist*innen, egal ob Einheimische oder Touristen, einen besonderen Reiz aus. Gerade im Sommer, wenn hohe Lagen Abkühlung von der Hitze im Tal versprechen, machen sich viele auf den Weg. Doch die mit solchen Touren verbundenen Herausforderungen dürfen nicht unterschätzt werden: „Hoch- und Gletschertouren führen oft über ausgesetzte und vergletscherte Stellen in hochalpinen Lagen und inkludieren Kletter- oder Klettersteigpassagen. Deshalb muss man in mehreren Bergsportarten sattelfest sein, im Wandern und Bergsteigen ebenso wie im Klettern und Gletschergehen. Das sichere Gehen mit Steigeisen, der Umgang mit dem Seil und das Beherrschen von Rettungstechniken sind unerlässlich, körperliche Fitness und Kondition sowie Trittsicherheit ebenso. Wer sich am Berg bewegt, ist nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen und deren Sicherheit verantwortlich“, erinnert Thomas Rabl, Präsident des Tiroler Bergsportführerverbands TBSFV.

Klimawandel hat deutliche Auswirkungen auf hochalpines Gelände
Auch in hohen Lagen wird es wärmer, spätestens ab August sind die Auswirkungen offenkundig. Zum einen begünstigen die steigenden Temperaturen Felsabbrüche und Steinschlag. Wer in entsprechenden Lagen unterwegs ist, muss Gefahren erkennen und richtig einschätzen können. Lassen sich gefährdete Stellen nicht umgehen, müssen sie rasch passiert werden. Felsstürze im Frühjahr, ausgelöst etwa durch das Auftauen von Permafrost, können instabile Gesteinsdepots bilden und sollten ebenso umgangen werden. Zum anderen entstehen durch den Gletscherrückgang Spalten und Klüfte am Übergang von Eis und Fels. Um diese zu überwinden, sind Anseilen und Abstand zu den Tourenkolleg*innen zu halten unerlässlich. Klaus Kranebitter, Präsident-Stellvertreter des TBSFV, dazu: „Generell gilt: Hochtouren, insbesondere wenn sie Gletscherpassagen oder das Queren von Schneefeldern einschließen, sollten nie alleine gegangen werden. Wer sich nicht sicher ist, ob man einer Tour gewachsen ist, sollte lieber eine einfachere Route gehen und in Alpinkursen seine Fähigkeiten ausbauen. Darüber hinaus ermöglichen geführte Touren mit zertifizierten Bergführer*innen möglichst sichere und einzigartige Alpinerlebnisse. Persönliche Fähigkeiten der Tourenteilnehmer*innen können sie aber nicht ersetzen“.

Verantwortung für sich und andere übernehmen
Mit aktuellem Kartenmaterial sollte jede Tour geplant und Schlüsselstellen wie z.B. steile Rinnen oder Passagen, die Absturzgefahr bergen, sowie mögliche Ausweichrouten ausgemacht werden. Da Gewitter in den Alpen rasch entstehen können, sollten auch mögliche Umkehrpunkte und alternative Ausweichrouten vorab festgelegt werden. Hochtouren sollten bei einer aufziehenden Kaltfront gemieden werden: was im Tal Regen und eine leichte Abkühlung ist, kann schon ab mittleren Höhen Sturmböen und Schnee bedeuten. Kranebitter appelliert auch, die eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen: „Ausgedehnte Touren mit langen Anstiegen zehren an den Kräften, auch der Abstieg ist fordernd. Daher sollte jede*r, der/die in hochalpines Gelände aufbricht, ehrlich Fähigkeiten und Kondition einschätzen. Passende Ausrüstung und der sichere Umgang damit sind weitere Grundvoraussetzungen, um sich im hochalpinen Gelände sicher zu bewegen.“

Wissen, Können und vorausschauendes Handeln ermöglichen alpine Erlebnisse
Um alpine Erlebnisse zu erfahren, sind zu jeder Jahreszeit, bei jeder Sportart und in jedem Gelände angepasstes Verhalten, entsprechende Ausrüstung, Wissen, Können und körperliche Fitness unerlässlich. „Hoch- und Gletschertouren sind spektakulär und auch als touristisches Angebot etabliert. Zu Recht üben sie eine entsprechende Faszination aus. Als Bergsportführerverband raten wir aber auch dringend, solche Touren nicht zu unterschätzen und sich im Zweifelsfall von umfassend ausgebildeten Bergführer*innen beraten, schulen oder begleiten zu lassen“, so Rabl.

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