151 Tiroler Bergwanderführer:innen haben ihre Ausbildung abgeschlossen

Alpine Sicherheit, Grundlagen des Bergwanderns, Tourenplanung oder alpine Erste Hilfe sind nur einige der Themen, die die Tiroler Bergwanderführer:innen während ihrer Ausbildung intensiv behandeln – sowohl in Theorie als auch Praxis. Im Mai fanden in Obernberg am Brenner die Abschlussprüfungen der heurigen Lehrgänge statt, den erfolgreichen Absolvent:innen wurden dort auch die Bergwanderführerzeugnisse des Landes Tirol übergeben.

DATA: 05.06.2025
CLIENTE: Tiroler Bergsportführerverband
DATA: 05.06.2025
CLIENTE: Tiroler Bergsportführerverband

Obernberg am Brenner, am 5. Juni 2025. Die Freude war groß beim letzten der diesjährigen vier Abschlusskurse der Bergwanderführer:innen. Immerhin haben sie in den vergangenen Monaten viel Wissen in der Theorie erworben und in der Praxis auf Lehrwanderungen am Berg angewandt. Konkret wurden Tourenplanung, Tourenführung, Orientierung, Natur- und Wetterkunde, Geologie, Erste Hilfe, Alpine Gefahren sowie Berufskunde im Detail bearbeitet und schlussendlich kommissionell, unter Aufsicht des Landes, geprüft. „Die Ausbildung war so vielseitig und spannend – jeder von uns hat so viel neues Wissen mitnehmen können“, erzählt eine Teilnehmerin. Und eine weitere ergänzt: „Die Ausbildung ist anspruchsvoll und intensiv. Für mich hat sich die Entscheidung aber auf jeden Fall gelohnt, ich freue mich schon darauf, meine erste Gruppe begleiten zu können.“

Praxisnahe Ausbildung
Der Tiroler Bergsportführerverband führt als Körperschaft öffentlichen Rechts die Ausbildung der Bergwanderführer:innen im gesetzlichen Auftrag des Landes Tirol durch. An insgesamt 16 Ausbildungstagen wurde den Teilnehmer:innen alles Wesentliche für den reglementierten Beruf Bergwanderführer:in beigebracht – und zwar so praxisnah wie möglich. Im Herbstteil im Oktober wur-den zunächst die körperlichen Grundfähigkeiten überprüft und erste Aspekte der Tourenplanung, der Orientierung sowie der Ersten Hilfe und Ausrüstungskunde vermittelt. Im Winterteil im Januar lag der Fokus auf den Lehrbereichen Alpine Gefahren, Erste Hilfe im Schnee, Grundlagen der Lawinenkunde, um nicht von Lawinen bedrohtes Gelände erkennen zu können, sowie auf dem aktiven Verwenden der Lawinen-Notfallausrüstung. Schneeschuhwanderungen wurden geplant und durchgeführt sowie Führungstechniken und Berufs- und Tourismuskunde unterrichtet. Im letzten Teil im Frühjahr wurden Wetterkunde, Orientierung, Ausrüstung, Führungstechnik, Tourenplanung, alpine Unfallkunde sowie praktische Erste Hilfe zusammengeführt, geübt und für die abschließende kommissionelle Prüfung in Theorie und Praxis vorbereitet. „Uns ist wichtig, dass die Teilnehmer:innen bestens vorbereitet sind. Immerhin sind sie später auf ihren Touren für Menschen verantwortlich. Deshalb spielt das Thema Sicherheit die zentrale Rolle“, erklärt Ausbildungs-leiter Felix Frießnig. In den Praxisteilen sind die Teilnehmer:innen daher in Kleingruppen aufgeteilt und mit je einem Ausbilder unterwegs, der sie begleitet und ihnen alle notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Dabei werden sie durchaus gefordert: „Sie müssen lernen, Personen verantwortungsbewusst und sicher führen zu können mit allem was dazu gehört, von der Vorbereitung bis hin zu Erste-Hilfe-Maßnahmen, wenn etwas passiert. Unser Ziel ist es, sie bestmöglich auf die Arbeit als Bergwanderführer:innen vorzubereiten“, erklärt Ausbildungsleiter-Stellvertreter Martin Schranz.

Vielfältige Ausbildung, vielfältige Teilnehmer
Die Ausbildung ist anspruchsvoll und bringt Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammen. Denn die Beweggründe bzw. geplanten Einsatzgebiete sind äußerst unterschiedlich: Manche wollen Gästen die Flora und Fauna auf Wanderungen näherbringen, andere wollen sich persönlich weiterentwickeln, einige wollen Wanderungen mit Yoga verbinden oder Jugendlichen den Reiz der Natur vermitteln. „Diese Vielfalt an Teilnehmer:innen ist auch immer für uns sehr bereichernd. Im Laufe der Kurse entwickelt sich eine ganz eigene Dynamik, viele Freundschaften entstehen, die über das Kursende hinaus bestehen“, erklärt Schranz. So war bei der Zeugnisverteilung der gemeinsame Jubel groß. Tipp: Wer nun selbst Lust bekommen hat: am 10. Juni 2025 startet die Anmeldung für den nächsten Ausbildungslehrgang. Infos zu den Kriterien und Ausbildungsinhalten finden sich unter: www.bergsportfuehrer-tirol.at

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