Wiener Althan Quartier: Vorzeigeprojekt fertiggestellt

Nachhaltigkeit am Bau ist das Gebot der Stunde – gerade in zentralen Lagen. Mit dem Althan Quartier in Wien ist nun ein neues Stadtteilzentrum für den Alsergrund eröffnet worden, das architektonisch und als Konversions-Projekt Maßstäbe setzt – etwa mit einer vom Südtiroler Stahlbau- und Fassadenunternehmen PICHLER projects umgesetzten, 15.000 Quadratmeter großen hinterlüfteten Fassade mit Edelstahlverkleidung.

DATUM: 26.02.2025
KUNDE: PICHLER projects
DATUM: 26.02.2025
KUNDE: PICHLER projects

Wohnungen, Büros, Co-Working-Spaces, Gastronomie, Nahversorger, Geschäfte, Dienstleister und Hotellerie – im Stadtteilzentrum über dem Franz-Josefs-Bahnhof im 9. Wiener Gemeindebezirk ist nach den Plänen der Architekten Roman Delugan und Josef Weichenberger ein nachhaltiges Stadtteilzentrum im Sinne einer Stadt der kurzen Wege entstanden. Durch den weitgehenden Erhalt beziehungsweise die Revitalisierung der vorhandenen Gebäudesubstanz wurde nicht nur CO2 eingespart, sondern auch ein ästhetisch und funktional hochwertiges Projekt realisiert. Einen wesentlichen Beitrag dazu hat das Südtiroler Stahlbau- und Fassadenunternehmen PICHLER projects geleistet.

Durchdachtes Konzept mit beeindruckender Umsetzung

Anstatt das Bestandsgebäude aus den 1970er Jahren abzureißen, wurde das Herzstück des Althan Quartiers, das Bürogebäude „Francis“, rückgebaut und neu entwickelt. Neben einem durchdachten Rückbau im Sinne der Kreislaufwirtschaft, war dabei auch die Logistik eine Herausforderung, wie Jochen Mahlknecht, Projektleiter bei PICHLER projects, ausführt:

„Gebaut wurde zum einen während dem laufenden Betrieb der Geschäfte im Erdgeschoss und des Bahnhofes im Untergeschoss. Zum anderen reichten die Bauarbeiten bis direkt an die Gehsteigkante. Das bedeutet, dass es kaum Baustellenfläche gab – wir hatten gerade mal einen Abladeplatz für einen LKW.“

Nach gut drei Jahren Bauarbeiten sind für das Stahl- und Fassadenbauunternehmen die Arbeiten abgeschlossen – mit beachtlichen Eckdaten: 12.000 Quadratmeter Pfosten-Riegel-Konstruktion, 15.000 Quadratmeter hinterlüftete Fassaden mit Edelstahlverkleidung und 4.500 Quadratmeter Verbundfensterkonstruktionen wurden am Areal errichtet, das ein Investorenkonsortium, bestehend aus Ronny Pecik, Stefan Schönauer und der Baustoff + Metall GmbH, im Sommer 2024 übernommen hat.

Eine besondere Herausforderung stellte die enge städtische Umgebung dar: Über 2000 Tonnen Material mussten just in time geliefert und verbaut werden. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Wir sind stolz, der bestehenden Substanz ein maßgeschneidertes Kleid angepasst zu haben. Das Althan Quartier ist ein echtes Landmark auch für uns, so Mahlknecht.

Zwei Drittel weniger CO2

Die Fassaden von PICHLER projects tragen dem Konversionsansatz des Althan Quartier Rechnung – insgesamt wurden 18.625 Tonnen CO2-Äquivalent oder 67 Prozent im Vergleich zu einem Neubau eingespart. Durch die Bestandsnutzung wurden zudem 122.480 Tonnen Beton und 10.944 Tonnen Bewehrungsstahl wiederverwertet und rund 10.000 LKW-Fahrten eingespart. „Das Althan Quartier zeigt, wie die Neuinterpretation bestehender Flächen mit nachhaltigen Nutzungskonzepten und Materialien funktioniert. Neben energieeffizienten Gebäudehüllen spielt künftig sicher auch Stahl eine noch bedeutendere Rolle, denn gerade für Konversionsprojekte ist er aufgrund seiner Leichtigkeit, Flexibilität und Zirkularität ideal einsetzbar“, ist Hannes Market, Geschäftsführer PICHLER projects, überzeugt.

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