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Schwazer Bergbuch im neuen Burghauser Stadtmuseum in Bayern

Das neu eröffnete Stadtmuseum Burghausen mit einem Exponat aus Tirol befindet sich auf der längsten Burg der Welt in der ehemaligen Herzogstadt in Oberbayern. Am vergangenen Wochenende wurde das Museum mit Inhalten aus dem berühmten „Schwazer Bergbuch“ eröffnet.

 

Burghausen, Schwaz, am 20. Juli 2016. Das Schwazer Bergbuch ist das älteste Bergbaubuch in deutscher Sprache. Es gewährt Einblicke in die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Verhältnisse des Bergbaus im 16. Jahrhundert. Die ehemalige Herzogstadt Burghausen erfuhr im Mittelalter durch den Salzhandel eine Blütezeit. Im neu eröffneten Stadtmuseum Burghausen hat das Schwazer Bergbuch einen festen Platz in der Dauerausstellung zur spannenden Stadtgeschichte erhalten.

Besucher können im neuen Stadtmuseum wie in einem Bilderbuch durch die Jahrhunderte der bewegten Geschichte der Stadt Burghausen spazieren: Auf über 900 Quadratmetern mit vielen Mitmach- und Audiostationen wird diese erlebbar. Angefangen bei frühgeschichtlichen Funden, die vom ersten Leben in der Region erzählen. Über die Anfänge der Stadt geht es zu ihrer Blütezeit im Mittelalter und zum Leben in der Stadt. Eine Illustration aus dem berühmten Schwazer Bergbuch nimmt hier einen großen Platz ein.

„Das Schwazer Bergbuch ist eine seltene und damit sehr wichtige Bildquelle, um mehr über das Leben der einfachen Leute im 16. Jahrhundert zu erfahren“, erklärt die Geschäftsführerin der Burghauser Touristik GmbH Sigrid Resch, die selbst viele Jahre in Schwaz gelebt hat. „So zeigt die Bergbuch-Illustration im Stadtmuseum eine Szene aus einem mittelalterlichen Spital, wie es auch in Burghausen eines gegeben hat. Der Betrachter bekommt so einen sehr guten Eindruck, wie das Spitalsleben in der damaligen Zeit ausgesehen hat.“

Von der Not Ende des 19. Jahrhunderts erfährt der Besucher ebenso, wie von der Ansiedlung der Wacker Chemie und der neuen Ära als Industriestadt. Eine große Abteilung handelt vom Alltag der Burghauser in der Zeit des Nationalsozialismus. Verschiedene Filme erzählen Geschichten von den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts bis heute.

Das Leben an einem Fürstenhof

Im Erdgeschoß des Museums erhalten Besucher Einblicke in das Leben an einem Fürstenhof im Mittelalter. Herzogin Hedwig von Bayern-Landshut residierte von 1475 bis 1502 auf der Burghauser Burg mit ihrem großen Hofstaat. Eindrucksvoll aufgearbeitet ist, welch ein annehmliches Leben sie mit Jagden, Turnieren und Festen führte.

Sich selbst gewanden oder ein Turnier reiten

So können die Besucher sich im mittelalterlichen Ambiente in passend geschneiderten Kleidern fotografieren lassen. Wissenswertes zur damaligen Mode wie zum Beispiel den „Teufelsfenstern“ erfährt man an einer Medienstation. An den Spielstationen können Besucher selbst „Knochen kegeln“ oder mit einem 3D Ritterhelm einen Turnierkampf mit Lanze reiten. Aber auch ganz praktisches wird thematisiert: Wie wurden schwere Steine beim Burgenbau in die Höhe transportiert? Wie fühlt es sich an, auf einem Abtritt über dem Burgzwinger sein Geschäft zu verrichten?

Das neue Burghauser Stadtmuseum ist von 1. April bis 30 September täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, von 15. Bis 31. März sowie vom 1. Oktober bis 1. November jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr. Von 2. November bis 14. März bleibt es geschlossen.

Download:

BU: Astrid Pellengahr (Landesstelle für nichtstaatliche Museen Bayern), Hans Steindl (Erster Bürgermeister Stadt Burghausen), Sigrid Resch (GF Burghausen Touristik), Eva Gilch (Leiterin des neuen Stadtmuseums), Credit: BRANDMEDIA.

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