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Pradl: Großes Wohnbauprojekt mit Modellcharakter

Zukunft Wohnen: Im „GeviertKnoller-/Hörmann- und Hunoldstraße in Innsbruck werden 246 Wohnungen saniert, neuer Wohnraum geschaffen und die Infrastruktur weiterentwickelt

Innsbruck, 10. September 2013. Unter dem Motto „Zukunft Wohnen“ wurde am Dienstag durch die BWS-Gruppe eines der größten Siedlungserneuerungs- und Weiterentwicklungsprojekte in Innsbruck vorgestellt. Von den Qualitätsverbesserungsmaßnahmen an der Knoller-, Hörmann- und Hunoldstraße sind insgesamt 246 Wohnungen betroffen. Der Baubestand wird saniert, die Infrastruktur weiterentwickelt und zusätzlicher Wohnraum geschaffen. Die Mieter gestalten den Prozess von Anfang an aktiv mit.

„Alleine der Umstand, dass wir für dieses Vorhaben im Rahmen eines mehrstufigen Wettbewerbsverfahrens 40 Architekten eingeladen haben, zeigt die Wichtigkeit, die dieses Projekt für uns hat. Es geht nicht nur um die Sanierung von 246 Wohnungen, sondern es geht darum eine zeitgemäße Wohn-und Lebensqualität für die Mieter im Viertel zu schaffen und damit auch darum den gesamten Stadtteil attraktiver zu gestalten“, erklärt Wilhelm Haberzettl, Vorstandsvorsitzender der BWS-Gruppe, in deren Eigentum die Wohnungen stehen.

100 Jahre Baugeschichte
Bauhistorisch blickt das „Geviert“ Knoller-, Hörmann und Hunoldstraße, das zwischen dem historisch gewachsenen Stadtteil Pradl und dem Tivoli-Schwimmbad liegt, auf eine 100jährige Geschichte zurück. Bereits 1912/13 wurden an der Knoller- und Hörmannstrasse die ersten Gebäude errichtet. In den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde dort der Baubestand laufend ergänzt. In den 60er Jahren wurden schließlich die Bauteile in der Hörmannstrasse und der Hunoldstraße errichtet.

„Gerade die bauhistorische Geschichte dieses Viertels stellt die Architekten vor eine spannende Herausforderung. Aus Bausubstanz aus unterschiedlichen Epochen, aus Wohnungen in unterschiedlichen Qualitätskategorien, aus Bauteilen, die nicht barrierefrei zugänglich sind und aus fehlender Infrastruktur soll ein Viertel entstehen, das den heutigen Ansprüchen des Wohnens gerecht wird“, sagt Architekt DI Thomas Klima, der mit der Ausschreibung des zweistufigen Wettbewerbsverfahrens beauftragt ist.

Mieter nehmen aktiv am Entscheidungsprozess teil

Die Mieter wurden von Anfang an in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen und sind auch in der Jury vertreten, die über das Siegerprojekt entscheiden wird.

„Es ist für uns besonders wichtig, dass die Mieter bei der Realisierung dieses Großprojektes in jeder Phase der Umsetzung beteiligt sind. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Firma wohnbund:consult einen intensiven und umfassenden Mieterbeteiligungsprozess konzipiert“, erklärt BWSG Vorstandsmitglied Andreas Hamerle.

Hohes Engagement der Mieter

Raimund Gutmann von wohnbund:consult, der den Mieterbeteiligungsprozess professionell begleitet, zeigt sich besonders vom Engagement der Mieter beeindruckt. „Allein bei unserer ersten Mieterbefragung verzeichneten wir einen Rücklauf von 91 Prozent. Generell haben wir bisher gemeinsam sehr viel entwickelt, diskutiert und bewertet und es macht mich ungemein stolz, dass sich so viel davon heute in den Ausschreibungsunterlagen findet“, erklärt Gutmann.

Mietervertreter Michael Holzner hebt hervor, dass die Mieter von Anfang an über das Projekt informiert waren. „Es ist toll wie wir vom Projektbetreiber miteinbezogen wurden und es freut uns, dass wir aktiv bei der Neugestaltung unseres Viertels mitreden können.“

Sehr angetan von diesem partizipativen Planungsprozess zeigt sich auch der für die Stadtentwicklungsplanung zuständige Stadtrat Gerhard Fritz: „Wir freuen uns, dass die BWSG die Anregung der Stadtplanung aufgegriffen hat, die Sanierung und Modernisierung auch für die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum zu nützen. Wie die BewohnerInnen hier in den >Stadtumbau< einbezogen wurden, ist vorbildlich; da kann auch die Stadt Innsbruck und können andere Wohnbauträger sehr viel von den gewonnenen Erfahrungen lernen. Wenn die Menschen bei der Entwicklung ihres Grätzls mitreden und mitmachen können, dann sind sie auch für Neues zu gewinnen.“

Siegerprojekt steht Anfang März 2014 fest

Im Rahmen der Ausschreibung findet ein für die Architekturbüros verpflichtender eintägiger Workshop mit Mieterbeteiligung statt, wo offene Fragen geklärt werden können. Mit der Installierung von Mietervertretern in der Wettbewerbsjury ist sichergestellt, dass die Bewohner während der gesamten Wettbewerbsphase am Entscheidungsprozess teilnehmen.

Bereits Anfang Dezember wird die Jury zusammentreten und die ersten Entwürfe zur Umsetzung von „Zukunft.Wohnen“ begutachten. Anfang März 2014 wird die Jury nach der zweiten Wettbewerbsphase entscheiden, welcher Projektvorschlag letztlich umgesetzt werden soll.

Die BWS-Gruppe – Besser Wohnen seit Generationen
Die BWS – Gemeinnützige, allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft reg. Gen.m.b.H  ist ein österreichweit agierender gemeinnütziger Wohnbauträger mit Sitz in Wien und Zweigstellen in St. Pölten, Krems, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Das 1911 gegründete Unternehmen verwaltet knapp 33.000 Wohn- und Geschäftseinheiten, etwa 600 davon entfallen auf Tirol.

Projektpartner von „Zukunft.Wohnen“ sind die beiden ausschreibenden Architektenbüros undarchitektur und U1architektur, sowie die Beratungsagentur wohnbund:consult, die für die Umsetzung des Mieterbeteiligungsprozesses verantwortlich zeichnet.

Bildunterschrift: Mag. Gerhard Fritz (Stadtrat für Stadtentwicklungsplanung), Mag. Andreas Hamerle (BWS-Gruppe, Mitglied des Vorstandes), Wilhelm Haberzettl (BWS-Gruppe, Vorstandsvorsitzender), Dr. Raimund Gutmann (wohnbund:consult), Michael Holzner (Mieter), Arch. DI Thomas Klima (undarchitektur).

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Patrick Bock p.bock@brandmedia.cc, Tel: 0676/7045254

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