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Eine Branche am Puls der Zeit

Seit einigen Jahren verzeichnet der Holzbau im Vergleich zu anderen Baubranchen starke Zuwächse. Anlässlich des 22. Internationalen Holzbau-Forums (IHF), das kürzlich in Garmisch-Partenkirchen stattfand, und der World Conference on Timber Engineering (WCTE 2016) in Wien warfen Experten einen Blick auf aktuelle Entwicklungen. Vorne dabei auch das Kurtatscher Unternehmen Rotho Blaas, das auf dem IHF Garmisch ein neues, innovatives Patent präsentieren konnte.

Kurtatsch, im Dezember 2016. Das Jahr 2016 war abermals ein gutes für den Holzbau. Die Branche boomt, die Auftragslage ist insgesamt sehr gut. „Holz ist interessanterweise ein Baustoff mit großer Vergangenheit und großer Zukunft – er kommt weltweit immer mehr zum Einsatz“, konstatiert Hugo Karre, Mitglied des Organisationskomitees der WCTE in Wien sowie des 22. Internationalen Holzbau-Forums in Garmisch-Partenkirchen, das im Dezember 1.600 Teilnehmer aus 26 Ländern anzog. „Vor einigen Jahren noch gab es nur zwei- bis dreigeschossige Holzgebäude am Land – inzwischen ist der Holzbau in der Stadt angekommen, man kann auch problemlos achtzehn oder mehr Stockwerke bauen. Nachhaltig und ökologisch, als erneuerbarer Rohstoff trifft Holz den Geist der Zeit.“

Holzbau-Branche nutzt Synergien

Bei beiden Großveranstaltungen der Holzbaubranche war auch Rotho Blaas als Premium-Partner zugegen: Das Kurtatscher Unternehmen ist seit 25 Jahren einer der Vorreiter in der Entwicklung innovativer Befestigungs-, Bauabdichtungs-, Schalldämmungs- und Absturzsicherungs-Systeme für den Holzbau. „Ich würde die Branche im Vergleich zu manch anderer als große Familie bezeichnen. Die Unternehmen, die sich im Rahmen der WCTE bzw. des Holzbau-Forums besser vernetzen können, wollen den Holzbau gemeinsam noch attraktiver machen und dauerhaft als Alternative bzw. Ergänzung zum herkömmlichen Beton- und Stahlbau etablieren. Wir sollten weiterhin Einigkeit zeigen, um den erfolgreichen Weg fortzusetzen“, betont Rotho-Blaas-Gesellschafter Peter Lang.

Auf dem bedeutendsten Holzbau-Forum Europas in Garmisch konnte Rotho Blaas kürzlich mit dem „Bridge Connector“ ein gänzlich neues Patent, das gemeinsam mit der Universität Innsbruck entwickelt wurde, präsentieren. Mit dem System werden Balkone an Holzhäusern befestigt, und zwar von der Fassade entkoppelt: Dadurch gelingt eine thermische Isolierung des Hauses, die Kälte von außen gelangt nicht über den Balkon ins Innere des Holzgebäudes.

Neue Möglichkeiten mit Holz

Ario Ceccotti, renommierter Universitätsprofessor und Vordenker vom Forschungsinstitut CNR IVALSA, sieht Holz stark auf dem Vormarsch – auch wenn der Weg ein weiter war: „Früher verlor Holz immer gegen Beton und Stahl, die Designs waren unwirtschaftlich, keiner wusste um die wahre Stärke des Baustoffs. Fast nur Böden und Dächer wurden damit gestaltet, nicht mehr – die Möglichkeiten waren lange Zeit niemandem klar“, so Ceccotti.

„In den frühen 1980ern fanden sich dann einige Enthusiasten aus dem wissenschaftlichen und technischen Bereich mit komplett neuen Ideen zusammen. Es entwickelte sich eine eigene Forschung zu den Themen Massivholz, Verbindungssysteme, Brettsperrholzbau usw. Holz passt nun perfekt in den Trend, nachhaltig zu denken.“ Der anerkannte Experte, der ein Wegbereiter für den Holzhochbau war, stellt aber auch klar, dass man stets das richtige Material für den richtigen Ort benötige – manchmal sei es eben besser, Beton oder Stahl zu verwenden, manchmal Holz. Und häufig empfehle sich heute auch eine hybride Form.

Know-how im Holzbau wächst stetig

„Gerade der Brettsperrholzbau hat die Branche sicherlich revolutioniert. Das wird aber langfristig nicht die einzige Entwicklung sein. Viele wissenschaftliche Institutionen, auch Hersteller befassen sich inzwischen mit Hybrid-Konstruktionen. Der Verbund aus Holz und Beton bzw. Stahl wird auf Bauwerksebene an Vorrang gewinnen und der Marktanteil sukzessive zunehmen“, erläutert Thomas Moosbrugger, tätig in der Forschung und Entwicklung beim international agierenden Südtiroler Holzbau-Unternehmen Rubner Holding. In puncto Hybrid gebe es laut ihm noch etliche Optimierungs-Möglichkeiten in der Verbindungstechnik und damit viel Potenzial für Hersteller wie Rotho Blaas.

„Es sind bereits viele exzellente Lösungen entwickelt worden, um Probleme wie Schalldämmung oder Sicherheit sehr gut in den Griff zu bekommen auch bei Verbindungssystemen für die Holzelemente sind wir heutzutage schon weit. Doch die Entwicklung ist noch lange nicht an ihrem Ende. Die Branche ist relativ gut aufgestellt, der Holzbau wird garantiert weiterhin zulegen“, meint Peter Lang von Rotho Blaas. Mitarbeiter des Kurtatscher Unternehmens sind mittlerweile bei Projekten auf der ganzen Welt im Einsatz. So etwa sogar in einer Betonbau-„Hochburg“ wie Taiwan, wo derzeit bis Ende 2019 das erste Brettsperrholz-Gebäude des Landes realisiert wird.

 

Über Rotho Blaas

Die Rotho Blaas GmbH beschäftigt sich seit 1991 mit der Entwicklung innovativer Befestigungs-, Bauabdichtungs-, Schalldämmungs- und Absturzsicherungs-Systeme für den Holzbau. Der Südtiroler Betrieb mit Hauptsitz in Kurtatsch bietet Architekten, Planern, Holzkonstrukteure und Zimmerern zudem einen technischen Beratungsservice. Mit 16.000 Kunden weltweit zählt Rotho Blaas zu den führenden Unternehmen der Branche. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt rund 280 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 46 Mio. Euro.

 

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Fotocredit: Rotho Blaas

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Das Team von Rotho Blaas rund um Gesellschafter Peter Lang (2. v. l.) präsentierte auf dem Internationalen Holzbau-Forum in Garmisch mit dem „Bridge Connector“ ein gänzlich neues Patent zur Befestigung von Balkonen an Holzhäusern.

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Dank innovativer Lösungen und Systeme hat sich die Holzbaubranche in jüngster Vergangenheit enorm weiterentwickelt.

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Holzbau-Experte Franco Moar von Rotho Blaas bei einem Vortrag auf dem IHF Garmisch.

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